Yin Yang
Nach einiger Zeit in der Trauergruppe kommen fast immer Fragen auf:
„Kann ich denn meinen Weg gehen?"
„Verliere ich dann nicht meine Liebe zu der verstorbenen Person?"
„Muss ich sie oder ihn zurücklassen?"
„Wie soll ich denn weiterleben?" usw.
Die Furcht, den Verstorbenen nicht in das neue Leben mitnehmen zu können, verhindert oft das Weitergehen auf dem Trauerweg. Diese Einheit versucht zu zeigen, dass alles, was wichtig war, in das eigene Leben integriert werden kann und wird.
Das gibt unserer Erfahrung nach Zuversicht.
Dabei hilft uns das Symbol des Yin Yang.
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In der Mitte liegt ein Yin Yang in zwei Teilen. Das ist der Ist-Zustand, in dem sich die Trauernden befinden. Sie waren Eins mit dem verstorbenen Menschen und sind auseinandergerissen.
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Jeder Teilnehmende bekommt das Blatt über die Entwicklung einer Beziehung am Beispiel des Yin Yang in die Hand. (siehe Vorlage Yin Yang - Arbeitsmaterial)
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Die Trauerbegleiterin erläutert, wie das in Bezug auf die Trauersituation zu verstehen ist. Meist geht ein Aufatmen durch die Runde, wenn sie sehen, dass sie quasi um ihren geliebten Menschen herum wachsen können und dürfen und das Wichtigste in ihnen erhalten bleibt.
Ursprünglich ist das Arbeitsblatt ausschließlich als Beispiel für den Verlust des Partners oder der Partnerin gedacht.
Wir weiten das aber auch auf andere Beziehungen aus, wie die Beziehung von Eltern und Kindern, Geschwistern, Großeltern und Enkeln oder innige Freundschaften.