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Brücke

Der Titel unseres Seminares ist „Mein Trauerweg".

Wir verstehen den Weg mit der Trauer als Teil des Lebensweges. Lebenswege sind ganz individuell.

So wie es die verschiedensten Wege zu Land und zu Wasser gibt, sind auch Lebens- bzw. Trauerwege sehr unterschiedlich. In der Trauer fehlt den Menschen oft jeder Ausblick auf ihren Weg. Das macht sie unsicher und belastet sie zusätzlich.

Bei dieser Unsicherheit ist es sehr tröstlich, dass es immer wieder Brücken gibt, die helfen, schwierige Situationen zu überbrücken. Deshalb spielen sie bei diesem Thema eine große Rolle.

Auf einer Brücke kann man ausprobieren, ob und wie weit man über eine Hürde gehen kann. Unter einer Brücke kann man sich aber auch verstecken und Schutz suchen.

Mit unseren Angeboten zu diesem Thema möchten wir den Menschen die Möglichkeit geben, ihren Trauerweg anzuschauen, ihren Standpunkt zu bestimmen oder weitergehende Möglichkeiten zu entdecken.

Je nach der Situation und den Fragestellungen in der Gruppe wählen wir eines der Module aus oder denken uns ein neues aus.

Wir sind immer wieder überrascht, wie spontan und kreativ dieses Angebot angenommen wird und wie klar und frei danach die Aussagen der Trauernden sind.

Sie konnten endlich wieder selbst wirksam handeln.

Je nach Situation in der Gruppe ergeben sich unterschiedliche Fragestellungen zum Thema "Brücke":

  1. Wie ist meine Brücke?
  2. Wo stehe ich auf der Brücke?
  3. Sehe ich einen Weg jenseits der Brücke?

Bei dieser Einheit werden die unterschiedlichsten Gründe genannt, warum die Hinterbliebenen die Verstorbenen nicht loslassen können oder wollen. Nur so viel sei gesagt: Der Grund ist nicht immer Liebe. Es können auch negative Gefühle sein, die ein Loslassen erschweren.

Die Möglichkeit, auf der Brücke jederzeit wieder zurückgehen zu können, ermöglicht es den Menschen häufig, kleine Schritte zu wagen.