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Perspektiven

Einführung

In der Trauer ist man oft in den eigenen Gedanken und Wahrnehmungen gefangen.

Das Leben wird nur noch im Blickwinkel der Trauer gesehen.

Mit diesem Modul möchten wir den Menschen die Möglichkeit geben, spielerisch andere Perspektiven auszuprobieren.

Die Möglichkeit, sich frei für eine Perspektive zu entscheiden, gibt Freiheit und Beweglichkeit im Leben.

Wir sind immer wieder erstaunt und bewegt, wie viel sich bei den Menschen danach verändert.

Vorgehensweise - Perspektivwechsel

Status Quo -- gegenwärtiger Zustand

Alle schauen sich von ihrem Platz aus um und versuchen alles wahrzunehmen:

  • die Kreismitte,
  • den Raum,
  • die Menschen.

Das ist Wahrheit.

Platzwechsel

Alle stehen auf.

Sie nehmen den Platz eines Anderen ein. (Wer die Perspektive verändern will, muss sich bewegen.)

Dann s. oben

Das ist auch Wahrheit.

Die Umwelt mit anderen Augen sehen

Alle können ausprobieren, wie die Welt durch dünne Tücher, farbige Brillen, Oktoskope u. ä. aussieht.

Ich kann die Wahrheit bewusst verändern.

Fazit

Wir entscheiden, wie wir die Welt wahrnehmen.

Wir dürfen alles. Z.B.:

  • Still auf unserem Platz verharren, wenn wir glauben uns nicht bewegen zu können
  • Eine Sonnenbrille aufsetzen, wenn uns die Augen durch Tränen schmerzen oder wir die Helligkeit nicht ertragen können
  • Die Welt durch einen Schleier wahrnehmen, wenn die Realität uns z.Zt. überfordert
  • Die Ohren zuhalten, wenn uns alles zu viel wird
  • Die Welt und auch die Erinnerung schöner machen und uns eine helle oder rosa-rote Brille aufsetzen

Schön wäre es, wenn uns bewusst wäre, dass wir das tun, denn dann sind wir frei es zu ändern, z.B. wenn wir es nicht mehr brauchen.

Dann können wir wieder mehr und Neues vom Leben wahrnehmen und uns daran erfreuen.

Variation

Gut, wenn das Thema Einsamkeit in der Gruppe ein wichtiges Thema ist:

Am Beginn sitzen alle mit dem Rücken zur Mitte und schauen sich um. (Die Menschen sind nicht sichtbar)

Danach drehen sie sich zur Mitte hin. (Sie können jetzt die anderen Teilnehmenden sehen und haben ein Gegenüber.) Danach siehe oben.

Materialien für Perspektivwechsel

Die gestaltete Mitte sollte so angeordnet sein (z.B. hohe Pflanze in die Mitte), dass man von keinem Platz aus alles sehen kann, was dort liegt.

z.B.:

  • Octoskope
  • Brillen mit verschieden farbigen Gläsern
  • Fernglas (beide Seiten benutzen lassen)
  • Lupe
  • Durchsichtige farbige Tücher (vor die Augen halten oder über den Kopf hängen)
  • Facettenaugen-Fliege (Holzspielzeug)
  • Kleine Bildrahmen, durch die man Ausschnitte betrachten kann