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Erstes Treffen - Erster Teil

Begrüßung

Beim ersten Treffen ist es besonders wichtig, dass jeder Teilnehmende von einer Trauerbegleiterin persönlich begrüßt wird.

Auch das vorbereitete Namensschild zeigt, dass er wichtig und willkommen ist.

Musik

Schon beim Betreten des Raumes empfiehlt sich, leise Musik abzuspielen. Wir bevorzugen ganz ruhige meditative Musik.

Bei anderen Musikstücken besteht die Gefahr, dass sie Erinnerungen an andere emotionale Begebenheiten wecken.

Beginn und Begrüßung - Erklärung des Ablaufs

Zu Beginn bringen wir zum Ausdruck, wie stolz die Trauernden sein können, dass sie diesen Schritt in die Gruppe gewagt haben.

Das erste Modul des ersten Treffens besteht aus drei Teilen.

Zuerst reden die Trauerbegleiter und erklären den Ablauf.

Beim ersten Treffen sind die Trauernden meist sehr aufgeregt, unsicher und ängstlich.

Sie fürchten, dass etwas von ihnen erwartet wird, das sie nicht leisten können.

Nach unserer Erfahrung ist es deshalb entlastend für die Menschen, wenn sie zuerst die Rahmenbedingungen für die Arbeit in der Gruppe erfahren.

Das gibt Sicherheit.

Auch die Tatsache, dass wir zuerst reden und sie nur zuhören müssen, erleichtert ihnen das Ankommen.

Vorstellung des Leitungsteams

Erklärung der Gruppenregeln

1. Regeln für die Trauerbegleitung zur Gruppe

Wir bleiben bei dem wertschätzenden SIE. Denn Trauer macht sensibel. Nicht jeder kann dann gleich viel Nähe zulassen.

Deshalb empfehlen wir auch in der Gruppe nicht zu schnell zum „DU" überzugehen.

Aus diesem Grund und aus Datenschutzgründen geben wir am Anfang keine Adressenliste der Gruppe heraus. Wir tun das erst, wenn sich die Gruppe endgültig zusammengefunden hat und die Liste wünscht.

Unsere Gruppe wird von unterschiedlichen Trauerbegleiterinnen geleitet. Selbstverständlich werden die Gruppenmitglieder zu jeder eine andere Beziehung entwickeln. Deshalb sind auch Einzelgespräche möglich. Alle Trauerbegleiterinnen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Für die Teamarbeit ist es aber nützlich, wenn wir uns gegenseitig über Wichtiges aus den Einzelgesprächen informieren dürfen. Wenn die Gruppenteilnehmenden dies nicht wünschen, bitten wir sie, es uns zu sagen. Alles was den Begleiterinnen anvertraut wird, wird nicht der Gruppe weitergegeben. Nur auf ausdrücklichen Wunsch.

2. Regeln für die Gruppenteilnehmenden untereinander

Alle Teilnehmenden haben schmerzliche Verluste erlitten und suchen Hilfe in ihrer Trauer. Deshalb nehmen wir uns viel Zeit die Gruppenregeln für das Miteinander in der Gruppe zu besprechen.

Jedes Gruppenmitglied darf sich einbringen wie es sich gerade fühlt.

Niemand muss etwas sagen oder tun. Jede/r darf mitmachen und sich einbringen.

Jede/r hat etwas Schmerzliches und Unvergleichbares erlebt.

Jeder Mensch geht seinen individuellen Weg durch die Trauer.

Deshalb tut es gut und ist notwendig, dass

  • jedem ohne Unterbrechungen zugehört wird,
  • das Gesagte nicht bewertet wird,
  • möglichst keine Ratschläge erteilt werden.
  • alles was in den Treffen an privaten Dingen besprochen wird, bleibt in der Gruppe.
  • Verschwiegenheit!

Alle Gefühlsäußerungen haben in der Gruppe ihren Platz.

Hier muss sich niemand zusammennehmen.

Niemand sollte sich mit dem Leid des Anderen überfordern.

Wenn jemandem das Gruppenerlebnis zeitweise zu intensiv wird oder die eigenen Gefühle zu überwältigend werden, kann die Person gerne kurz den Raum verlassen, um sich zu schützen.

Wenn wir vorher ein Zeichen bekommen, geht gerne eine Trauerbegleiterin mit.

REGELN - Wichtig für unsere Gruppe

Wir hängen die Regeln in Kurzform bei den drei ersten Treffen im Raum auf, weil sie in der ersten Aufregung oft noch nicht ganz verstanden werden.

  • Verschwiegenheit
  • Offenheit
  • Freiwilligkeit
  • Gefühle zulassen
  • Zuhören
  • Andere nicht unterbrechen
  • Mitdenken - keine Ratschläge
  • Alles ist richtig - keine Bewertung

Arbeitsvorlagen für das erste Treffen

Sie finden die Gruppenregeln zum Aufhängen in den Arbeitsvorlagen zum Herunterladen: