Einführung und Historie
Seit 1997 gab es im Hospizverein Seligenstadt und Umgebung nur ein Angebot der Trauerbegleitung. Die ersten zwei Jahre wurde ein offenes Treffen angeboten.
Ab 1999 gab es das Trauerseminar, das die Trauernden für ein Jahr begleitete. Wilma Joha und Brunhilde Winkler gaben Impulse zum Leben mit der Trauer, führten Gespräche und es gab in der Pause ein ausgedehntes Kaffeetrinken mit Kuchen.
Fünfzehn Jahre gestaltete vor allem Wilma Joha mit ihrem reichen Wissen als Ehefrau eines Diakons einmal im Monat den Samstagnachmittag. Sie selbst hatte als Witwe Hilfe durch Trauerbegleitung bekommen und war selbst ausgebildete Trauerbegleiterin.
2014 schied Wilma leider krankheitsbedingt aus. Sie starb 2019.
Brunhilde Winkler brachte Wilmas Erfahrungen und Ideen in die neue Partnerschaft mit Dorothea Müller ein.
Zusammen wollten sie das Seminar wie bisher weiterführen.
Zur gleichen Zeit etablierte sich aber im Verein auch das Trauercafé, ein niederschwelligeres Trauerangebot. Dessen Konzept deckte viele Bereiche des alten Angebotes ab.
Das Trauerseminar musste ein neues Konzept bekommen. Kreativität war gefragt.
Mit einem neu durchdachten Konzept wollten wir den Trauernden ein Angebot machen, mit dem sie ihren Weg mit der Trauer aktiv suchen und finden können. Sie sollten in der Geborgenheit einer festen Gruppe Raum für intensive Gespräche, zu aktivem Tun und neuen Erfahrungen bekommen.
Unsere Aufgabe sollte es sein, ihnen dafür Impulse zu geben und sie ein Jahr zu begleiten.
So sind in den folgenden Jahren verschiedene Arbeitsmodule für die Themen entstanden, die im Laufe der Seminarjahre aufgetaucht sind und in den Gruppen relevant waren.
So überlegten wir uns Methoden, die das Begreifen der Situation förderten.