Das Gesamtkonzept
Unsere Trauergruppen sind offen für alle Trauernde. Wir unterscheiden bei der Ausschreibung nicht zwischen den Anlässen für die Trauer. Es haben Menschen im Alter zwischen 30 und 86 Jahren an unseren Seminaren teilgenommen. Sie waren verwitwet, hatten Kinder oder Enkelkinder verloren, trauerten um ihre Eltern und um beste Freunde. Es waren weit überwiegend Frauen. Oftmals lag der Todesfall schon länger zurück, konnte aber bis dahin noch nicht betrauert werden. Männer, die zu uns gefunden haben, sind in der Regel das ganze Jahr der Gruppe treu geblieben.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Trauererfahrung die Menschen verbindet.
Schnell wird klar, dass jeder das Recht auf seine Trauer hat. Deshalb findet dann keine Wertung der Traueranlässe mehr statt.
Wir orientieren uns nicht nur an wissenschaftlichen Trauermodellen, sondern schauen, welche Hilfen zu den jeweiligen Gruppen und Menschen passen, und lassen auch unsere Erfahrungen einfließen.
Bei der Auswahl der Themen orientieren wir uns an den Bedürfnissen der jeweiligen Gruppe.
So taucht das eine Thema fast in jeder Gruppe auf, und ein anderes war im Laufe der letzten Jahre nur selten wichtig.
Da wir versuchen, auf die akute Situation der Gruppe einzugehen, haben wir kein festgelegtes Ziel im Auge, das die Gruppe erreichen soll, und kein festes Programm.